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In unserem Zeitalter, in dem der Glaube an Gott durch den Glauben an die Wissenschaft ersetzt wurde, ist es nicht verwunderlich, dass das Thema Astrologie einen mittelalterlichen- bzw. abergläubischen Beigeschmack hat. Mit dazu beigetragen haben viele Astrologen. Wer behauptet, dass auch nur irgendein Planet oder Gestirn einen Einfluss auf die Psyche des Menschen oder auf andere Ereignisse, ausübt, stellt eine Behauptung auf, die er erstens nicht beweisen kann und zweitens sind ihm die Zusammenhänge in Bezug auf die Qualität der Zeit, offensichtlich unbekannt. Genausowenig, wie das Thermometer die Temperatur verursacht, die es anzeigt, genausowenig beeinflussen die Gestirne oder Planeten irgendwelche Ereignisse, Vorgänge oder Psychen, hier auf der Erde. (Von den Auswirkungen auf Mensch und Natur, durch Sonne und Mond mal abgesehen). Bisher noch nicht zu definierende Kräfte, verursachen Wirkungen, deren Qualitäten sich lediglich analog an Konstellationen der Gestirne ablesen lassen.
Die eben erwähnten nicht definierbaren Kräfte, kann man als das "Wirkende" schlechthin bezeichnen. Das Wirkende selbst ist mit unseren Sinnen nicht nachweisbar. Zudem ändert es laufend seine Zusammensetzung bzw. seine Qualität. Ein sich ebenso ständig änderndes Abbild dieser Qualität, wird analog dazu durch die Planetenkonstellationen angezeigt. Daraus zu schließen, dass die Gestirne auch die Verursacher dieser Kräfte sein müssen, ist nicht zulässig. Zeigt diese Einstellung doch nur, dass Astrologen dieser Schulen, sich nur unvollkommen vom überlieferten kausalen Weltbild, lösen können. Am übelsten sind jedoch die Astrologen, die sich nach einer Anerkennung durch die Wissenschaft sehnen. Dies wäre eine Unterordnung unter das von der Wissenschaft so geliebte kausale Weltbild. Das Wirkende bezieht sich sich auf Inhalte oder Qualitäten und ist daher im Grunde metaphysisch. Das Wirkliche dagegen ist das Wirkende in seiner Form und daher für alle nachvollziehbar.
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